400, € - Spende von einem Hartz-IV-Empfänger

Ich habe zwar nicht so viel Geld, habe aber im letzten Jahr 800,- € gespart, die ich für Menschen spenden möchte, denen es nicht so gut geht.

Auf meiner Reise in die Ukraine hatte ich in Kiew 7 Flüchtlinge kennengelernt, die besonders von der Not betroffen waren. Ich hatte bis auf einer kleinen Reserve all mein privates Bargeld bereits verschenkt, sodass ich den Flüchtlingen nichts mehr geben konnte. Auch von unserem Vereinskonto konnte ich nichts mehr überweisen. Das bedrückte mich sehr. Nach meiner Reise dachte ich vergeblich darüber nach, wie ich diesen Flüchtlingen wenigstens ein bisschen Geld überweisen könnte.
Am darauf folgenden Tag rief mich ein langjähriger Freund an, der vor vielen Jahren seine Frau auf sehr tragische Weise verloren hatte und seitdem nicht mehr in der Lage war, seine beiden kleinen Kinder (1 und 3 Jahre) selbst zu versorgen (sie konnten aber bei den Großeltern aufwachsen).
Er fragte mich: „Kennst du jemanden, dem es nicht so gut geht und der 400,- € gebrauchen kann? Ich habe zwar nicht so viel Geld, habe aber im letzten Jahr 800,- € gespart, die ich für Menschen spenden möchte, denen es nicht so gut geht. 400,- € habe ich bereits an anderer Stelle gespendet und 400,- € möchte ich dir für solch einen Zweck geben.“
Ich war tief berührt und erzählte ihm von den 7 Flüchtlingen, denen ich kein Geld geben konnte. Er freute sich sehr, dass er diese armen Menschen mit seiner Spende eine große Freude bereiten konnte!
Gleich am nächsten Tag habe ich die 400,- € an meinem Freund in Kiew überwiesen. Mein Freund war so unglaublich dankbar, dass er dieses Geld den Flüchtlingen übergeben konnte. Die Reaktionen der Flüchtlinge waren überwältigend. Diese finanzielle Hilfe hatten sie nicht erwartet. Auch wenn es nur eine begrenzte Hilfe war, war es vor allem ein Zeichen der Hoffnung, dass andere Menschen an sie gedacht haben.